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2004.05.06, 18:52

mac os x - geschlossene quellen, sicherheit durch verschwiegenheit

ich las in letzter zeit in in- und auslaendischen medien darueber, dass apple einige sicherheitsluecken nicht publik mache ... und war nicht allzu ueberrascht.

tatsaechlich sind allerlei bestandteile von mac os x weiterhin nicht im quellcode zu haben. wenn ich mich nicht taeusche, sind das zum beispiel alle teile der ilife-suite, xcode, apple-works, quicktime, mail.app und so weiter. beinahe alles, was apple zum unix hinzugefuegt hat, ist geschlossener quellcode.

die ausnahme bilden hier allerlei programmier-werkzeuge, die erweiterung zu quelloffener software, die apple in sein mac os x hat einfliessen lassen und einige protokolle und dergleichen. software, die man veroeffentlicht, damit andere sie benutzen.

ich frage mich, ob apple seine politik einmal aendern wird, glaube aber nicht so recht daran. apple war schon immer sehr verschwiegen, was seine produkte betrifft. ueber die zukunft wird erst geredet, wenn das marketing dazu bereit ist, ueber die vergangenheit wird nur geredet, wenn es der zukunft dient und ueber die gegenwart wird nicht geredet, sondern gehyped.

ich habe mir noch kein abschliessendes urteil darueber gebildet, was ich gerne moechte. solange mac os x noch niche ist, kann apple gerne verschwiegen sein, denke ich ... aber sobald es mal mit 20 - 30% marktanteil wirklich interessant fuer die macher von malware wird ... saehe ich gerne einen deutlichen richtungswechsel und mehr offenheit bei angreifbaren diensten.

-jmt. (wie hoch, steve? wie hoch?)

 
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