Faulbaer's Schlafmulde :: german
1409 articles
http://jm.tosses.info

gulp stinkt mir

seit anfang des jahres bin ich bei gulp dabei und waehrend ich es schon fuer eine frechheit halte, nach einer sehr kurzen und nutzlosen testzeit, in ein abo gezwungen zu werden, bin ich als kunde des auftragsportals auch noch in anderer hinsicht unzufrieden. gulp stinkt mir - bis hier hin!

die seite kostet jene, die projekte suchen geld, ebenso wie solche, die projekte einstellen. ob 25 euro monatlich angemessen sind oder nicht, darueber laesst sich sicher streiten - ich finde es gemessen an der geringen menge eingehender projektvorschlaege zu teuer - auch liegen die vorgeschlagenen projekte zumeist so weit daneben, dass ich ernste zweifel an den faehigkeiten der entwicklern hinter den matching-algoritmen habe.

hinzu kommt, dass ich meine firma dort nicht angemessen repraesentieren darf, denn alles, was auf meine identitaet schliessen laesst, ist mir per vertrag verboten bekanntzugeben. damit soll ausgeschlossen werden, dass mich etwaige auftraggeber direkt ansprechen, ohne gulp dafuer ein angemessenes vermittlungsentgelt zu leisten. als vermittler kann man gulp natuerlich auch sofort vergessen, weil gulp ja selbst als vermittler auftritt und somit im pitch immer die nase vorn hat - dadurch suchen natuerlich vermittler auch nicht auf der plattform nach mir, dem experten.

was mich allerdings jetzt schlussendlich mehrfach genuegend veraergert hat, als dass ich mich zu einem blogeintrag genoetigt sah ist, dass mir gulp nicht nur unpassende angebote unterbreitet, sondern darauf, unter androhung der einseitigen kuendigung meiner mitgliedschaft, mir auch noch eine reaktion abnoetigt - eine reaktion, die dann postwendend mit einer projektabsage beantwortet wird. das ist gleichermassen frustrierend, wie unnoetig und ich habe ehrlich gesagt kein verstaendnis dafuer, wieso ich als kunde/mitglied/nutzer des portals mich so behandeln lassen muss.

ich zahle fuer sechs monate eine frech hohe gebuehr von 150 euro, werde dafuer schlecht vertreten, schlecht behandelt und erhalte unpassende angebote, auf die ich reagieren muss, was meine zeit kostet, um nicht von der plattform zu fliegen. davon abgesehen befindet sich das gesamte portal technisch noch in der internet-steinzeit - das kann ich mit meinem hintergrund im design und betrieb von modernen portalen wie neu.de und pkw.de ganz gut beurteilen.

fuer mich fuehlt sich das nach abzocke an. gulp hat jetzt noch knapp drei monate zeit, mir passende projekte anzubieten, dann bin ich da weg. weil es mir da so stinkt, kuendige ich aber vorsorglich gleich heute zum naechstmoeglichen zeitpunkt - kann die kuendigung ja aufheben, falls sich noch etwas aendert - wovon ich wirklich nicht ausgehe.

Faulbaer (hat hier irgendwer gute erfahrungen mit gulp gemacht - wer den ich kenne?)

( tags :: , , , , , , , , , , )
[ 2010.03.23, 07:45 :: thema: /german/arbeit :: link zum artikel :: 0 Comments ]

Kommentierte Auszuege aus einer "Einverstaendniserklaerung"

Oder: Eine Warnung vor dem Fotografenvertrag der Lokalisten

Die Lokalisten.de? Wer ist das und wieso interessiert mich das Thema? Ein kurzer Rueckblick zur Erlaeuterung der Umstaende ...

Wie den meisten Lesern meines Weblogs kaum entgangen sein kann, bin ich seit Ende 2007 begeisterter Hobbyfotograf mit dem steten Antrieb, meine Faehigkeiten so weit zu verbessern, dass ich mein Hobby eines Tages zum Beruf machen kann. Dazu ist mir beinahe jedes legale Mittel recht - dennoch gibt es Grenzen.

Seit Mitte 2009 beschaeftige ich mich auch mit professioneller Eventfotografie in Tanzclubs und auf Veranstaltungen. Um diesem Spezialgebiet nachgehen zu koennen, bewarb ich mich bei Tilllate.de als "Junior" Fotograf und zog fuer eine Weile gemeinsam mit Sascha fuer Tilllate.de durch Bonner Clubs. Das funktionierte soweit ganz gut und mit der gesammelten Erfahrung und den erzielten Ergebnissen stand ich nun kurz davor, offiziell als Fotograf in die Tilllate.de Gemeinschaft aufgenommen zu werden. Leider musste das Unternehmen selbst in dem Zeitraum Konkurs anmelden und ich konnte somit keinen Vertrag als freier Mitarbeiter mit Tilllate.de abschliessen.

Parallel zu dieser Entwicklung kauften jedoch die Lokalisten.de, eine ProSieben Beteiligung, die Konkursmasse der Tilllate.de auf und uebernahm einen strategisch wichtigen Teil der Mitarbeiter, um in aehnlicher Form das Kerngeschaeft der Tilllate.de fortzufuehren und deren Kunden und Fotografen mit an Bord zu bringen.

Solche Uebernahmen kosten Zeit und muessen gut vorbereitet werden, um rechtlich und politisch sauber abzulaufen. Die Fotografen harrten der Dinge und erwarteten gespannt neue Merchandising Artikel, Vertraege, Regeln und den Fotografenstatus auf der Lokalisten.de Plattform.

Schliesslich war es soweit und mit einer kurz gehaltenen Mail wurden die Fotografen dann zur schnellen Unterschrift eines Vertrages angehalten, der die kuenftige Zusammenarbeit mit den Lokalisten.de regeln sollte. Hier ein Auszug:

Hallo meine Lieben,
diese Woche wollten wir uns mit euch nochmal treffen zwecks Fotografen-„Vertrag“. Doch leider gibt es noch Probleme mit dem Office daher machen wir es so, dass ich euch die PDF nun zuschicke und ihr sie mir bzw. Giuli unterschrieben zurück gibt. Ich will nicht noch länger warten….

Im Anhang befand sich ein Dokument "Einverstaendniserklaerung.doc", auf das ich spaeter im Einzelnen naeher eingehen werde. Kurz vorneweg, einige erfahrenere Fotografen hielten diesen Vertrag fuer inakzeptabel und baten um Erlaeuterungen und Aenderungen, die dann von den Ansprechpartnern bei den Lokalisten.de (vorher bei Tilllate.de) zur Kenntnis genommen, ins Laecherliche gezogen und anschliessend komplett ignoriert wurden.

Ich moechte an dieser Stelle schonmal zum Ausdruck bringen, dass ich dieses Verhalten seitens Lokalisten.de nicht nur fuer unprofessionell halte, nein, aufgrund der teilweise langjaehrigen Zusammenarbeit mit einigen Fotografen empfinde ich dieses Verhalten als einen grossen Vertrauensbruch. Bis heute wurde kein geeigneterer Vertrag vorgelegt.

Nun moechte ich den Vertrag in Auszuegen zitieren und juristisch klarstellen, was er bedeutet. Ich bin selbst kein Jurist, doch hatte ich hierbei Hilfe eines Anwalts, der grosse Unternehmen vertritt und deren Prozesse gewinnt - ich vertraue auf seine juristische Interpretation.

Zuerst schliesst der Vertrag in Absatz 1 und 2 aus, dass man im Namen der Lokalisten.de auftritt und stellt fest, dass der Fotograf auf eigene Kosten und eigenes Risiko unterwegs ist. Ausserdem stellt er klar, dass der Fotograf unbezahlt arbeitet.

Absatz 3 besagt:

Ich bin verpflichtet, mir als Event-Fotograf das Einverständnis der von mir fotografierten Personen zur unbeschränkten Veröffentlichung der Bilder einzuholen.

Das kann nicht funktionieren. Man muss sich das einfach mal vorstellen: Der Fotograf befindet sich optimaler Weise in einem brechend vollen Club und sucht nach Menschen, die sich allein oder gemeinsam fotografieren lassen moechten. Bevor er die Bilder jedoch auf die Plattform der Lokalisten.de hochlaedt, muss er sich von allen abgebildeten Personen Einverstaendniserklaerungen einholen - im Optimalfall sollen mindestens 60 Bilder innerhalb von 24 Stunden hochgeladen werden - Das ist unmoeglich.

Absatz 4 besagt:

Ich übertrage der lokalisten media GmbH hiermit sämtliche, im Zusammenhang mit dem von mir an die lokalisten media GmbH übermittelten Bildmaterial entstandenen, entstehenden und/oder hierfür von mir erworbenen oder zu erwerbenden urheberrechtlichen Nutzungs-, Leistungsschutz- und sonstigen Rechte zur frei übertragbaren, zeitlich, räumlich und sachlich uneingeschränkten Nutzung in allen Medien. Die lokalisten media GmbH ist zur unbegrenzten Auswertung des Bildmaterials und der überlassenen Informationen berechtigt. Der lokalisten media GmbH wird die Weiterübertragung sämtlicher Rechte an Dritte gestattet.

Das bedeutet, dass der Fotograf seine Nutzungsrechte an die Lokalisten.de und durch die Lokalisten.de bestimmte Dritte abgibt. Hierbei verliert er selbst die Berechtigung, seine eigenen Bilder zu nutzen, wofuer er dann wiederum durch die Lokalisten.de und jene Dritte verklagt werden kann, denen er die Rechte uebertragen hatte, sollte er es dennoch tun. Das kann nicht im Interesse des Fotografen sein. Nicht nur, weil die Leistungen des Fotografen nicht verguetet werden, sondern auch, weil man ja gerne einmal gelungene Bilder in sein Portfolio aufnehmen moechte.

Hierzu schreibt der Jurist:

Es ist überhaupt keine innere Rechtfertigung ersichtlich, warum ein Urheber unwiderruflich und unentgeltlich eine so weitgehende Rechteübertragung vereinbaren sollte. Allenfalls sollte er dem Vertragspartner gestatten, unwiderruflich die Werke auf seinem Portal nutzen zu können. Weitere Nutzungsarten sollten nur individuell vereinbart werden.

Absaetze 5 und 6 besagen:

Ich garantiere, dass mir die an die lokalisten media GmbH nach vorstehendem Absatz übertragenen Rechte zustehen, nicht mit Rechten Dritter belastet sind und dass ich befugt bin, über diese Rechte insbesondere zu Gunsten von der lokalisten media GmbH zu verfügen.

Ich verpflichte mich, die lokalisten media GmbH von allen Ansprüchen Dritter, die gegen lokalisten media GmbH wegen der Auswertung des von mir überlassenen Bildmaterials geltend gemacht werden, auf das erste Anfordern freizustellen. Der vorstehende Freistellungsanspruch schließt die der lokalisten media GmbH für die Rechteverteidigung entstehenden Gerichts- und Anwaltskosten mit ein.

Das ist ein unscheinbarer aber entscheidender Absatz. Was ich als juristischer Laie nicht sehen konnte, stellt der Jurist wie folgt klar:

Die Haftungsfreistellung erfolgt garantiemäßig, so dass auch für unverschuldete Schäden oder Ersatzansprüche und den damit verbundenen Ermittlungs-, Anwalts- und Gerichtskosten evt. über mehrere Instanzen gehaftet wird. Das kann sich gegebenenfalls schnell auf einige 10.000 Euro addieren

Was er mit "kann sich [...] auf einige 10.000 Euro addieren" meint ist der Fall, in dem man auf einer geschlossenen Veranstaltung zum Beispiel versehentlich einen Superstar fotografiert, dessen Freigabeerklaerung man vor der Veroeffentlichung nicht eingeholt hat. Sobald er oder sein Agent die Bilder dann im Netz entdeckt, kann er eine vollstaendige Entfernung der Bilder aus dem Internet verlangen, fuer die nun der Fotograf die Kosten tragen muesste. Mal davon abgesehen, dass die vollstaendige Entfernung einmal im Internet veroeffentlichter Bilder unmoeglich erscheint, nehmen Firmen fuer solch eine Dienstleistung gerne 100 Euro pro Stunde. Natuerlich moechte der Superstar dann auch noch das Geld sehen, das er fuer eine vertragsmaessige Nutzung seiner Bilder berechnet haette - ist ja sein gutes Recht (am eigenen Bild). Zu guter Letzt schlaegt das Gericht zum Schadensersatz noch ein Strafgeld und die Gerichtskosten drauf, um einer Wiederholung vorzubeugen. Das kann teuer werden.

Der Vertrag, der einer unguenstigen Schenkung entspricht, schliest mit den beiden letzten Absaetzen noch schnell aus, dass ein Anspruch auf Veroeffentlichung bestehe und stellt die Einverstaendniserklaerung der Speicherung der Namens- und Adressdaten fest.

Fazit:

Die Lokalisten.de halten sich juristisch den Ruecken frei. Da gibt es keinen boesen Willen und keine versteckten Absichten, der Vertrag sagt dem Unterzeichner, wo er dran ist - immer vorausgesetzt der weiss, wie der Vertrag mit dem unschuldig klingenden Namen "Einverstaendniserklaerung.doc" richtig zu lesen ist.

Kurz und knapp: Ich kann und werde hier keinen juristischen Rat erteilen aber nach dem, was ich vorher ausgefuehrt habe und was mein Anwalt zum Thema zu sagen hatte, ist der Vertrag fuer mich so nicht akzeptabel und ich empfehle hier von Fotograf zur Fotograf, den Vertrag nicht zu schliessen und ihn ggf. zurueck zu nehmen.

Zum Schluss noch eine kleine Anekdote. Nachdem ich dem Juristen den Vetrag mit der Bitte um Erklaerung vorgelegt hatte, nahm dieser seinen Kugelschreiber zur Hand und strich mit juristisch trainierten flotten Bewegungen Absaetze 4, 5 und 6 durch. Danach sagte er grinsend: "So kann man das unterschreiben." - Alle entscheidenden Passagen fehlten nun. ^_^

Faulbaer (IANAL - SCNR!)

( tags :: , , , , , , )
[ 2009.11.26, 15:03 :: thema: /german/fotografie :: link zum artikel :: 0 Comments ]

Internet Selbstkontrolle - Jugendschutz

Bitte zerreisst mich jetzt nicht, aber ich persoenlich koennte gut damit leben, meinen Seiten ein Internet Selbstkontrolle (ISK) Tag einzubauen. Tatsaechlich betreibe ich Seiten, auf denen moechte ich mit guten Grund keine unreifen Menschen haben. Jene Seiten wuerde ich dann ISK-18 taggen und die anderen eben passend zwischen 0 und 18.

Noch spannender waere es, die Alterstkennzeichnung nicht fuer die gesamte Site zu machen, sondern im CSS definiert fuer eden Artikel. So koennte ein Weblog, das sich ueberwiegend mit ISK-12 Themen befasst einzelne Artikel hoeher einstufen - gut, ich gebe zu, dass das schon koplexer in Wartung, Umsetzung und in der taeglichen Nutzung ist - trotzdem ein interessanter Gedanke.

Solange der eingesetzte ISK-Filter auf dem Endgeraet eingerichtet wird - also Parental Controls im Browser, ein Jugendschutz Proxy oder dergleichen und der Steuerung und Kontrolle der Erziehungsberechtigten unterliegt, empfinde ich das als einen Schritt in die richtige Richtung.

Natuerlich haette ich mich von sowas in meiner Kindheit nicht bremsen lassen, doch gehoert dieses Katz-und-Maus Spiel IMHO mit zum erwachsen werden dazu.

-jmt.

( tags :: , , , , , , , )
[ 2009.06.29, 06:01 :: thema: /german/meinblog :: link zum artikel :: 0 Comments ]

die polizei, die ahnungslosen 'helfer'?

auf dem heimweg wurde ich unter drum&bass beshallung durch das iphone zeuge einer szene wie sie heute ueberall und jederzeit in deutschland stattfinden koennte - in diesem fall zwischen bonner loch und karstadt. ja, zwischen, weil der ursprung wohl im bonner loch, das ziel der veranstaltung zu meinem abschied jedoch am nahen karstadt war.

was ist geschehen?

drei jugendliche stellten, aus richtung bonner loch kommend, einem aelteren fluechtenden nach und drueckten ihn in einem haendgemenge schliesslich an die wand des nahen karstadt. ich naeherte mich, um eventuell trennend eingreifen zu koennen - da ging mir aber schon die muffe, denn die jugendlichen machten einen gewaltbereiten eindruck - einer war locker so gross und so schwer wie ich - nur schien seine gewichtsverteilung fuer den nahkampf geeigneter als meine :-/

es wurde immer wieder von fotos gerufen und der angegriffene verteidigte sich und betonte immer wieder, dass er die fotos habe machen duerfen und, dass er sich nicht schlagen wolle.

bevor ich meinen mut unter beweis stellen musste, waren ein polizist und eine dame vom ordnungsamt zur stelle, die gleich begannen, die personalien aller umstehenden aufzunehmen - sehr flissig und irgendwas muss man ja tun, oder?

zu meiner vollendeten ueberraschung gab einer der angreifenden an, er habe die polizie gerufen - sogleich ging ein entsprechender funkspruch ein und ein weiterer mann vom ordnungsamt und ein weiterer polizist betraten das feld.

soweit so - eigentlich - gut. es gab keine verletzungen und alles wurde ... nunja ... falsch.

der erste polizist, der am ort angelangt war, erzaehlte dem fotografen, dass er besser auf die persoenlichkeitsrechte der angreifenden achten muesse, waehrend er alle bilder vom fototelefon des angegriffenen loeschte - statt den jugendlichen zu verklickern, dass sie kein recht hatten, den mann anzugreifen und ihm sein telefon abzunehmen.

als der polizist fertig war, stellte er zufrieden fest, dass alle bilder geloescht seien und der fall fuer ihn somit erledigt sei. der andere polizist faselte ebenfalls von verletzung des persoenlichkeitsrechts und betonte, ohne die bilder gesehen zu haben, der fotograf habe jene nicht machen duerfen.

ich bin ja nun kein anwalt und darf daher natuerlich in deutschland keine rechtsberatung machen, doch aus meiner sicht sieht das ganz anders aus. grundsaetzlich erinnere ich mich, fotos von personen weitestgehend uneingeschraenkt machen zu duerfen - veroeffentlichen darf ich sie nicht - das ist auch gut so. mit dem persoenlichkeitrecht sollte das aber doch auch nichts zu tun haben sondern mit dem recht am eigenen bild, das dem urheberrecht entspringt, oder? ueber kommentare von juristen wuerde ich mich an dieser stelle sehr freuen.

vom rechtlichen aspekt abgesehen bin ich allerdings erschuettert, dass die gewalt, die dem fotografierenden angetan wurde wiederum seitens der polizisten nicht zum anlass genommen wird, den jugendlichen zu erklaeren, wie weit ihre rechte gehen - faustrecht kenne ich jedenfalls nur aus italo-western als geltendes recht.

ich frage mich, was geschehen waere, wenn sich der aeltere mann, der spaeter, waehrend er sehr ungluecklich dreinschaute, noch etwas von karate murmelte, sich zur wehr gesetzt haette - aus meiner sicht haette er sich gegen die gewaltbereit aussehenden jugendlichen in notwehr gehandelt - den prozess dazu haette ich mir dann auch gerne angeschaut.

was soll ich sagen - am ende viel laerm um nichts, etwas rechtsbruch, vielleicht ein paar schoene erinnerungsfotos geloescht und das mulmige gefuehl, dass polizisten gewalt bedingt richtig finden koennten, wenn der angegriffene aus deren sicht im unrecht zu sein scheint - kaum einen artikel wert, oder?

Faulbaer (der mit gutem grund nur fotos von einverstandenen zu machen versucht)

( tags :: , , , , , , , )
[ 2009.05.25, 20:59 :: thema: /german/fotografie :: link zum artikel :: 0 Comments ]

zensur verhindern, ein demokratie versuch [update]

man kann es derweil ueberall lesen: populistische politiker instrumentalisieren das sensible thema kinderpornografie, um umfangreichen zensurmassnahmen im internet gesetzlich den weg zu ebnen, weil die angst vor terror dazu allein nicht mehr zu greifen scheint.

gilt das bislang vorgestellte mittel der dns-sperre noch als, selbst fuer laien, leicht zu umgehen, so stellen sich trotzdem die fragen:

- ist das mittel verhaeltnismaessig?

- kann ausgeschlossen werden, dass der staat sein neues werkzeug missbrauchen wird?

- wollen wir ueberhaupt zensur im internet?

ich beantworte alle diese fragen fuer mich persoenlich mit NEIN. das mittel ist nicht verhaeltnismaessig, weil a) die vorgestellte 'loesung' nicht zum 'vermarkteten' ziel fuehren kann, b) die methode leicht zu umgehen ist und c) wir keine kontrolle darueber haben werden, was gesperrt sein wird und uns die mittel fehlen, sinnvoll gegen unpassende sperren vorzugehen.

bis die kontinuierliche beschneidung unserer freiheiten 'gegen den terror' begann war ich ja noch der naiven ansicht, der staat sei mein freund und nur grosse konzerne waren ums vergangene millennium noch wirklich zu fuerchten. tatsaechlich scheint macht aber doch nicht nur jene zu korrumpieren, die aus finanziellen interessen an die spitze einflussreicher unternehmen gelangt sind - das scheint fuer die maechtigen internet ausdrucker, die unseren staat fuehren nicht anders zu sein. ich kann ganz frei von paranoia sagen, dass ich einem bka und unseren staatsoberhaeuptern nicht zutraue, eine zensurliste unter ausschluss von missbrauch zu pflegen. die erfahrung zeigt, dass auch einflussreiche menschen eben nur das sind, naemlich menschen!

zensur im internet wollen nicht einmal jene, die so plakativ geschuetzt werden sollen! oftmals wollen wir lieber ausblenden, statt uns im detail mit unangenehmen themen zu beschaeftigen. sollen doch andere sie fuer uns loesen, doch davon werden server mit solchen inhalten nicht aus dem netz verschwinden und taeter wie auch interessierte werden weiterhin wege finden, zensurmassnahmen zu umgehen. geholfen ist also niemandem!

bei der aktuell drohenden gefahr gesetzlich verankerter und in bereits sechs monaten fuer beinahe neunzig prozent aller bundesbuerger umgesetzter, unkrontrollierbarer zensur des internets kann ich aber auch nicht die fuesse stillhalten.

... und das duerft IHR AUCH NICHT!

es gibt eine online-petition gegen die einrichtung von internet zensur, die ihr mitzeichnen koennt, um das schlimmste zu verhindern. folgt diesem link: https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860

den zaehler der mitzeichner der petition findet ihr auf twitter unter http://twitter.com/Mitzeichner, doch finde ich den aktuellen zaehlerstand eher noch ernuechternd. nun seid IHR dran, verhindert internet zensur in deutschland! JETZT!

Faulbaer (demokratie NOW!)

[update]

soeben wurde das ziel der fuenfzigtausend unterzeichner erreicht. kaum drei tage nach eroeffnung der petitionsliste - das ist schonmal beachtlich! bleibt abzuwarten, ob damit noch das schlimmste verhindern larsst. ich denke ja, dass ohne aufklaerungsarbeit in fussgaengerzonen wenig zu reissen sein wird. im prinzip muss abgewartet werden, dass die generation der internet ausdruckenden politiker an toner feinstaub eingeht und abgeloest wird.

( tags :: , , , , , , , )
[ 2009.05.05, 10:21 :: thema: /german/anleitung :: link zum artikel :: 0 Comments ]

office zwo null

_3654_3393686435_c2ca9e7efa.jpg

ich bin wieder im heimwerker fieber. aktuelles objekt meiner bastkerischen leidenschaft ist erneut mein buero. anlass war diesmal mein wohnzimmer, in dem sich schon fuer viel zu lange mein bett niedergelassen hatte. nachdem ich beim fotografieren in die 'studio ecke' einmal zu oft aufs bett musste, um den noetigen abstand vom motiv zu bekommen, erwaegte ich zum ersten mal ernsthaft, mir ein hochbett ins office zu bauen und so das bett aus dem 'studio' zu bekommen.

zwischen der planung des betts und dem abschluss der arbeiten vergingen vielleicht anderthalb wochen - die schwierigsten fragen waren: woraus, wie hoch und woher die baustoffe? der_peter half mir bei der letzten frage, die erste benatwortete ich und die zweite beantwortete sich schliesslich selbst. als das bett fertig war, wurde mir klar, dass ich keine passende leiter hatte, um mich hinein legen zu koennen. in eile holte ich also noch am abend eine leuter vom schwedischen moebeldiscounter, nur, um feststellen zu muessen, dass die leiter angelehnt kuerzer war, als sie beworben wurde. schliesslich kaufte ich mir eine menge holz vom knauber und baute ir meine eigene treppe - die koennen sogar die kater benutzen.

_3474_3396174410_372ba33224.jpg

um mehr aus der aktuon zu machen, als nur ein hochbett, liess ich mir auch fuer schreibtisch und kleiderschraenke ein paar nette ideen einfallen. so stoerte mich zum beispiel ewig schon nicht nur die schmutzwaesche selbst, sondern alle arten der unterbringung, die ich bisher gekauft habe - vom korb ueber den waeschesack bis hin zum crosstrainer - alles keine guten loesungen! jetzt werden es zwei meter pax schraenke, die ich vorne verschliesse, sodass mir die waesche aus den augen bleibt ... ^_^

auch der schreibtisch hatte mich schon laenger gestoert. hier waren die kritikpunkte: er ragt zu weit in den raum, er ist trotzdem nicht tief genug, er ist nicht breit genug, darunter ist nicht genug platz, er ist zu dunkel, er biegt sich durch ... und und und ...

_3646_3375452165_dc4ba019d1.jpg

jetzt habe ich mir eine gunstige kuechenplatte direkt mit fuenf zentimetern abstand an die wand montiert. die konstruktion ist schoen hoch und spontan habe ich noch eine l-seite links daran gehaengt. das sollte fuer eine menge kram genuegen, doch hier ist noch nicht schluss! auch meine bjaernum regale werden auf die laenge des schreibtischs erweitert und darueber gehaengt. die neue platte ist zwar nicht so tief, wie die alte, doch da ich die monitore nun direkt an die wand gehaengt habe und durch den kleinen abstand zur wand habe ich insgesamt auch mehr platz in der tiefe, obwohl ich jetzt tatsaechlich naeher an der wand bin als vorher - das office bietet vor allem auch durch die hellen flaechen subjektiv mehr raum - ich bin sehr zufrieden. gut, das erste regalbrett habe ich heute mit zwei zentimetern gefaelle an die wand geduebelt - das muss ich morgen frueh reparieren o_O

more to come! jetzt fehlen mir also noch die pax schraenke, die derzeit im erdgeschoss auf mich warten. ausserdem ein paar regalbretter in bjaernum und als ablage fuer ordner montiere ich mir noch ein paar bretter zwischen die grossen verspiegelten pax-schraenke und die wand zur strasse. licht waere noch schoen aber da reicht vorerst, was ich habe.

Faulbaer (verletzt habe ich mich auch ^-^)

( tags :: , , , , , , )
[ 2009.03.29, 20:58 :: thema: /german/wohnen :: link zum artikel :: 0 Comments ]

uk und danach - yay! ab april wieder in arbyte

"keep it simple, stupid!" heisst es und daher halte ich es diesmal auch einfach: ich habe meinen arbytesvertrag unterschrieben und bin ab dem ersten april wieder 'in festen haenden'.

ende null-acht hatte ich mich ja richtung london und united kingdom orientiert, doch mein monat auf der insel fuehrte mir deutlich vor augen, dass dort einerseits die gehaelter zusehens sanken, doch andererseits die lebenshaltungskosten - vor allem aber die mieten - nicht annaehernd so schnell gesenkt, wie das ehemalige waehrungsgefaelle zwischen pfund und euro aufgehoben wurde. kurz und nicht so gut, ich bin wieder heim nach bonn gefahren, um mich im rheinland umzusehen.

das dilemma war nun, dass ich a) eigentlich schon aus karrieregruenden nach england und b) spaeter nach frankreich wollte, um schliesslich c) im bereich beratung im banking- und/oder security-sektor unterzukommen. doch da die insel erstmal im teich war, erhielt die frage "was nun?" fettschrift und weitere hyperlativische fragezeichen.

es gab angebote aus dem bankenbereich, doch mochte ich mich da eigentlich nicht gleich fuer fuenf jahre binden. nach zwei jahren ausbildung wollte ich allerdings auch nicht wieder weiterziehen. ratlosigkeit auf der einen seite und grosse freude an den angeboten verwirrten mich zunehmend.

die wenigen firmen, bei denen ich mich aus eigener initiative beworben hatte, nachdem ich aus london/bruessel zurueckgekehrt war, meldeten sich zu meinem grossen erstaunen dafuer ueberhaupt nicht.

aus heiterem himmel erhielt ich dann einen anruf von einem recruiter aus london, der deutsche fuer en deutschen arbytesmarkt vermittelte. unterm strich ein linked-in und xing harvester, der suchende firmen mit suchenden spezialisten zusammenbringt. da ich soeben aus london zurueck war, liess ich mich bereitwillig vermitteln, weil das dort ueblich ist und mir hier ja auch nur einen weiteren weg in einen passenden job eroeffnete.

nach einigem recht unkomplizierten hin- und her, hatte ich mein telefon interview mit meinem kuenftigen chef und einem gf der dg-i. nach dem interview hatte ich das gute gefuehl im bauch, dass ich zur firma passte und viel wichtiger noch, die firma passte zu mir. jetzt, da ich den vertrag unterschrieben habe, kann ich nur sagen - wow! das wird spannend.

die plaene fuer london und paris sind uebrigens auch erstmal vom tisch, da die dg-i ordentlich mit hardware und bildung kompensieren kann. ich gehe im augenblick davon aus, mindestens fuer die naechsten fuenf jahre genug geboten zu bekommen, um meinen marktwert weiter zu verbessern, jetzt mal ganz egoistisch gesprochen ;-)

das ist aber dann auch schon der letzte eintrag zum thema beruf und arbyte - hiernach huelle ich das blog jobtechnisch wieder in schweigen, da ich der ansicht bin, dass arbyte und (micro-)blogging kein gutes paar machen.

-jmt.

p.s.:

die firmen, bei denen ich mich anfang februar beworben hatte, boten mir schliesslich mitte bis ende maerz jobs an. toll - gutes timing ;-) davon abgesehen haetten wir aber wohl auch nicht soooo gut zusammen gepasst - jetzt schaue ich mal, ob ich denen nicht andere experten vermitteln kann.

( tags :: , , , , , , , , )
[ 2009.03.27, 21:41 :: thema: /german/freude :: link zum artikel :: 0 Comments ]

zu sein fortgesetzt ...

es tut mir so unendlich leid doch im augenblick schiebe ich eine ganze menge artikel und artikelchen vor mir her, zu denen ich einfach nicht komme. darunter ideen und erlebnisse in london und deutschland - es muss weitergehen und es wird weitergehen ... to be continued ...

( tags :: , , , , , , )
[ 2009.02.18, 17:37 :: thema: /german/meinblog :: link zum artikel :: 0 Comments ]
mario cart wii
2750-5048-8920
search
tags

25C3, aperture, apple, apps, arbeit, arbyte, bef, berlin, beta, bett, bonn, canon, ccc, chaos communications congress, debian, deutschland, diy, dns, do it yourself, drobo, em, em 2008, embedded, english, essen, fail, flagge, food, fotografie, fussball, german, hacking, internet, ipad, iphone, job, joy, kochen, koeln, konsum, kueche, kvm, london, love, mac mini, macbook air, meinblog, mobile, mobile phone, o2, palm, palm pre, photography, piraten, pre, raid, rant, ranz, saegen, schwimmen, server, smartphone, spielzeug, sport, teuer, translation, uk, updates, vertrag, virtualization, waschen, wochenende, wohnen, workout, wucher, xen, zimbra

categories
archive
network
blogroll
commented
linked
twittered
blog-stuff
signed
angelos widmung johls signatur Malte Fukami nonocat by nonograffix bob
Politiker-Stopp - Diese Seite ist gesch├╝tzt vor Internet-Ausdruckern.
Erdstrahlenfreie Webseite mit Hochbürder Zertifikat

1409 articles