Faulbaer's Schlafmulde :: german :: fotografie
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Kommentierte Auszuege aus einer "Einverstaendniserklaerung"

Oder: Eine Warnung vor dem Fotografenvertrag der Lokalisten

Die Lokalisten.de? Wer ist das und wieso interessiert mich das Thema? Ein kurzer Rueckblick zur Erlaeuterung der Umstaende ...

Wie den meisten Lesern meines Weblogs kaum entgangen sein kann, bin ich seit Ende 2007 begeisterter Hobbyfotograf mit dem steten Antrieb, meine Faehigkeiten so weit zu verbessern, dass ich mein Hobby eines Tages zum Beruf machen kann. Dazu ist mir beinahe jedes legale Mittel recht - dennoch gibt es Grenzen.

Seit Mitte 2009 beschaeftige ich mich auch mit professioneller Eventfotografie in Tanzclubs und auf Veranstaltungen. Um diesem Spezialgebiet nachgehen zu koennen, bewarb ich mich bei Tilllate.de als "Junior" Fotograf und zog fuer eine Weile gemeinsam mit Sascha fuer Tilllate.de durch Bonner Clubs. Das funktionierte soweit ganz gut und mit der gesammelten Erfahrung und den erzielten Ergebnissen stand ich nun kurz davor, offiziell als Fotograf in die Tilllate.de Gemeinschaft aufgenommen zu werden. Leider musste das Unternehmen selbst in dem Zeitraum Konkurs anmelden und ich konnte somit keinen Vertrag als freier Mitarbeiter mit Tilllate.de abschliessen.

Parallel zu dieser Entwicklung kauften jedoch die Lokalisten.de, eine ProSieben Beteiligung, die Konkursmasse der Tilllate.de auf und uebernahm einen strategisch wichtigen Teil der Mitarbeiter, um in aehnlicher Form das Kerngeschaeft der Tilllate.de fortzufuehren und deren Kunden und Fotografen mit an Bord zu bringen.

Solche Uebernahmen kosten Zeit und muessen gut vorbereitet werden, um rechtlich und politisch sauber abzulaufen. Die Fotografen harrten der Dinge und erwarteten gespannt neue Merchandising Artikel, Vertraege, Regeln und den Fotografenstatus auf der Lokalisten.de Plattform.

Schliesslich war es soweit und mit einer kurz gehaltenen Mail wurden die Fotografen dann zur schnellen Unterschrift eines Vertrages angehalten, der die kuenftige Zusammenarbeit mit den Lokalisten.de regeln sollte. Hier ein Auszug:

Hallo meine Lieben,
diese Woche wollten wir uns mit euch nochmal treffen zwecks Fotografen-„Vertrag“. Doch leider gibt es noch Probleme mit dem Office daher machen wir es so, dass ich euch die PDF nun zuschicke und ihr sie mir bzw. Giuli unterschrieben zurück gibt. Ich will nicht noch länger warten….

Im Anhang befand sich ein Dokument "Einverstaendniserklaerung.doc", auf das ich spaeter im Einzelnen naeher eingehen werde. Kurz vorneweg, einige erfahrenere Fotografen hielten diesen Vertrag fuer inakzeptabel und baten um Erlaeuterungen und Aenderungen, die dann von den Ansprechpartnern bei den Lokalisten.de (vorher bei Tilllate.de) zur Kenntnis genommen, ins Laecherliche gezogen und anschliessend komplett ignoriert wurden.

Ich moechte an dieser Stelle schonmal zum Ausdruck bringen, dass ich dieses Verhalten seitens Lokalisten.de nicht nur fuer unprofessionell halte, nein, aufgrund der teilweise langjaehrigen Zusammenarbeit mit einigen Fotografen empfinde ich dieses Verhalten als einen grossen Vertrauensbruch. Bis heute wurde kein geeigneterer Vertrag vorgelegt.

Nun moechte ich den Vertrag in Auszuegen zitieren und juristisch klarstellen, was er bedeutet. Ich bin selbst kein Jurist, doch hatte ich hierbei Hilfe eines Anwalts, der grosse Unternehmen vertritt und deren Prozesse gewinnt - ich vertraue auf seine juristische Interpretation.

Zuerst schliesst der Vertrag in Absatz 1 und 2 aus, dass man im Namen der Lokalisten.de auftritt und stellt fest, dass der Fotograf auf eigene Kosten und eigenes Risiko unterwegs ist. Ausserdem stellt er klar, dass der Fotograf unbezahlt arbeitet.

Absatz 3 besagt:

Ich bin verpflichtet, mir als Event-Fotograf das Einverständnis der von mir fotografierten Personen zur unbeschränkten Veröffentlichung der Bilder einzuholen.

Das kann nicht funktionieren. Man muss sich das einfach mal vorstellen: Der Fotograf befindet sich optimaler Weise in einem brechend vollen Club und sucht nach Menschen, die sich allein oder gemeinsam fotografieren lassen moechten. Bevor er die Bilder jedoch auf die Plattform der Lokalisten.de hochlaedt, muss er sich von allen abgebildeten Personen Einverstaendniserklaerungen einholen - im Optimalfall sollen mindestens 60 Bilder innerhalb von 24 Stunden hochgeladen werden - Das ist unmoeglich.

Absatz 4 besagt:

Ich übertrage der lokalisten media GmbH hiermit sämtliche, im Zusammenhang mit dem von mir an die lokalisten media GmbH übermittelten Bildmaterial entstandenen, entstehenden und/oder hierfür von mir erworbenen oder zu erwerbenden urheberrechtlichen Nutzungs-, Leistungsschutz- und sonstigen Rechte zur frei übertragbaren, zeitlich, räumlich und sachlich uneingeschränkten Nutzung in allen Medien. Die lokalisten media GmbH ist zur unbegrenzten Auswertung des Bildmaterials und der überlassenen Informationen berechtigt. Der lokalisten media GmbH wird die Weiterübertragung sämtlicher Rechte an Dritte gestattet.

Das bedeutet, dass der Fotograf seine Nutzungsrechte an die Lokalisten.de und durch die Lokalisten.de bestimmte Dritte abgibt. Hierbei verliert er selbst die Berechtigung, seine eigenen Bilder zu nutzen, wofuer er dann wiederum durch die Lokalisten.de und jene Dritte verklagt werden kann, denen er die Rechte uebertragen hatte, sollte er es dennoch tun. Das kann nicht im Interesse des Fotografen sein. Nicht nur, weil die Leistungen des Fotografen nicht verguetet werden, sondern auch, weil man ja gerne einmal gelungene Bilder in sein Portfolio aufnehmen moechte.

Hierzu schreibt der Jurist:

Es ist überhaupt keine innere Rechtfertigung ersichtlich, warum ein Urheber unwiderruflich und unentgeltlich eine so weitgehende Rechteübertragung vereinbaren sollte. Allenfalls sollte er dem Vertragspartner gestatten, unwiderruflich die Werke auf seinem Portal nutzen zu können. Weitere Nutzungsarten sollten nur individuell vereinbart werden.

Absaetze 5 und 6 besagen:

Ich garantiere, dass mir die an die lokalisten media GmbH nach vorstehendem Absatz übertragenen Rechte zustehen, nicht mit Rechten Dritter belastet sind und dass ich befugt bin, über diese Rechte insbesondere zu Gunsten von der lokalisten media GmbH zu verfügen.

Ich verpflichte mich, die lokalisten media GmbH von allen Ansprüchen Dritter, die gegen lokalisten media GmbH wegen der Auswertung des von mir überlassenen Bildmaterials geltend gemacht werden, auf das erste Anfordern freizustellen. Der vorstehende Freistellungsanspruch schließt die der lokalisten media GmbH für die Rechteverteidigung entstehenden Gerichts- und Anwaltskosten mit ein.

Das ist ein unscheinbarer aber entscheidender Absatz. Was ich als juristischer Laie nicht sehen konnte, stellt der Jurist wie folgt klar:

Die Haftungsfreistellung erfolgt garantiemäßig, so dass auch für unverschuldete Schäden oder Ersatzansprüche und den damit verbundenen Ermittlungs-, Anwalts- und Gerichtskosten evt. über mehrere Instanzen gehaftet wird. Das kann sich gegebenenfalls schnell auf einige 10.000 Euro addieren

Was er mit "kann sich [...] auf einige 10.000 Euro addieren" meint ist der Fall, in dem man auf einer geschlossenen Veranstaltung zum Beispiel versehentlich einen Superstar fotografiert, dessen Freigabeerklaerung man vor der Veroeffentlichung nicht eingeholt hat. Sobald er oder sein Agent die Bilder dann im Netz entdeckt, kann er eine vollstaendige Entfernung der Bilder aus dem Internet verlangen, fuer die nun der Fotograf die Kosten tragen muesste. Mal davon abgesehen, dass die vollstaendige Entfernung einmal im Internet veroeffentlichter Bilder unmoeglich erscheint, nehmen Firmen fuer solch eine Dienstleistung gerne 100 Euro pro Stunde. Natuerlich moechte der Superstar dann auch noch das Geld sehen, das er fuer eine vertragsmaessige Nutzung seiner Bilder berechnet haette - ist ja sein gutes Recht (am eigenen Bild). Zu guter Letzt schlaegt das Gericht zum Schadensersatz noch ein Strafgeld und die Gerichtskosten drauf, um einer Wiederholung vorzubeugen. Das kann teuer werden.

Der Vertrag, der einer unguenstigen Schenkung entspricht, schliest mit den beiden letzten Absaetzen noch schnell aus, dass ein Anspruch auf Veroeffentlichung bestehe und stellt die Einverstaendniserklaerung der Speicherung der Namens- und Adressdaten fest.

Fazit:

Die Lokalisten.de halten sich juristisch den Ruecken frei. Da gibt es keinen boesen Willen und keine versteckten Absichten, der Vertrag sagt dem Unterzeichner, wo er dran ist - immer vorausgesetzt der weiss, wie der Vertrag mit dem unschuldig klingenden Namen "Einverstaendniserklaerung.doc" richtig zu lesen ist.

Kurz und knapp: Ich kann und werde hier keinen juristischen Rat erteilen aber nach dem, was ich vorher ausgefuehrt habe und was mein Anwalt zum Thema zu sagen hatte, ist der Vertrag fuer mich so nicht akzeptabel und ich empfehle hier von Fotograf zur Fotograf, den Vertrag nicht zu schliessen und ihn ggf. zurueck zu nehmen.

Zum Schluss noch eine kleine Anekdote. Nachdem ich dem Juristen den Vetrag mit der Bitte um Erklaerung vorgelegt hatte, nahm dieser seinen Kugelschreiber zur Hand und strich mit juristisch trainierten flotten Bewegungen Absaetze 4, 5 und 6 durch. Danach sagte er grinsend: "So kann man das unterschreiben." - Alle entscheidenden Passagen fehlten nun. ^_^

Faulbaer (IANAL - SCNR!)

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[ 2009.11.26, 15:03 :: thema: /german/fotografie :: link zum artikel :: 0 Comments ]

die polizei, die ahnungslosen 'helfer'?

auf dem heimweg wurde ich unter drum&bass beshallung durch das iphone zeuge einer szene wie sie heute ueberall und jederzeit in deutschland stattfinden koennte - in diesem fall zwischen bonner loch und karstadt. ja, zwischen, weil der ursprung wohl im bonner loch, das ziel der veranstaltung zu meinem abschied jedoch am nahen karstadt war.

was ist geschehen?

drei jugendliche stellten, aus richtung bonner loch kommend, einem aelteren fluechtenden nach und drueckten ihn in einem haendgemenge schliesslich an die wand des nahen karstadt. ich naeherte mich, um eventuell trennend eingreifen zu koennen - da ging mir aber schon die muffe, denn die jugendlichen machten einen gewaltbereiten eindruck - einer war locker so gross und so schwer wie ich - nur schien seine gewichtsverteilung fuer den nahkampf geeigneter als meine :-/

es wurde immer wieder von fotos gerufen und der angegriffene verteidigte sich und betonte immer wieder, dass er die fotos habe machen duerfen und, dass er sich nicht schlagen wolle.

bevor ich meinen mut unter beweis stellen musste, waren ein polizist und eine dame vom ordnungsamt zur stelle, die gleich begannen, die personalien aller umstehenden aufzunehmen - sehr flissig und irgendwas muss man ja tun, oder?

zu meiner vollendeten ueberraschung gab einer der angreifenden an, er habe die polizie gerufen - sogleich ging ein entsprechender funkspruch ein und ein weiterer mann vom ordnungsamt und ein weiterer polizist betraten das feld.

soweit so - eigentlich - gut. es gab keine verletzungen und alles wurde ... nunja ... falsch.

der erste polizist, der am ort angelangt war, erzaehlte dem fotografen, dass er besser auf die persoenlichkeitsrechte der angreifenden achten muesse, waehrend er alle bilder vom fototelefon des angegriffenen loeschte - statt den jugendlichen zu verklickern, dass sie kein recht hatten, den mann anzugreifen und ihm sein telefon abzunehmen.

als der polizist fertig war, stellte er zufrieden fest, dass alle bilder geloescht seien und der fall fuer ihn somit erledigt sei. der andere polizist faselte ebenfalls von verletzung des persoenlichkeitsrechts und betonte, ohne die bilder gesehen zu haben, der fotograf habe jene nicht machen duerfen.

ich bin ja nun kein anwalt und darf daher natuerlich in deutschland keine rechtsberatung machen, doch aus meiner sicht sieht das ganz anders aus. grundsaetzlich erinnere ich mich, fotos von personen weitestgehend uneingeschraenkt machen zu duerfen - veroeffentlichen darf ich sie nicht - das ist auch gut so. mit dem persoenlichkeitrecht sollte das aber doch auch nichts zu tun haben sondern mit dem recht am eigenen bild, das dem urheberrecht entspringt, oder? ueber kommentare von juristen wuerde ich mich an dieser stelle sehr freuen.

vom rechtlichen aspekt abgesehen bin ich allerdings erschuettert, dass die gewalt, die dem fotografierenden angetan wurde wiederum seitens der polizisten nicht zum anlass genommen wird, den jugendlichen zu erklaeren, wie weit ihre rechte gehen - faustrecht kenne ich jedenfalls nur aus italo-western als geltendes recht.

ich frage mich, was geschehen waere, wenn sich der aeltere mann, der spaeter, waehrend er sehr ungluecklich dreinschaute, noch etwas von karate murmelte, sich zur wehr gesetzt haette - aus meiner sicht haette er sich gegen die gewaltbereit aussehenden jugendlichen in notwehr gehandelt - den prozess dazu haette ich mir dann auch gerne angeschaut.

was soll ich sagen - am ende viel laerm um nichts, etwas rechtsbruch, vielleicht ein paar schoene erinnerungsfotos geloescht und das mulmige gefuehl, dass polizisten gewalt bedingt richtig finden koennten, wenn der angegriffene aus deren sicht im unrecht zu sein scheint - kaum einen artikel wert, oder?

Faulbaer (der mit gutem grund nur fotos von einverstandenen zu machen versucht)

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[ 2009.05.25, 20:59 :: thema: /german/fotografie :: link zum artikel :: 0 Comments ]

verschoben

ich muesste dringend meine animagic bilder fertig machen - schon allein, um die etwa fuenfhundert ueberschuessigen fotos wieder von der platte zu kriegen. aber immer, wenn ich in die bilder schaue, kommen mir die traenen - so grau sind die. also habe ich das wieder verschoben - nunja ...

Faulbaer (mein fotojob hat sich auch verschoben - *sigh*)

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[ 2008.08.14, 00:41 :: thema: /german/fotografie :: link zum artikel :: 0 Comments ]

licht ist alles

easy being green

seit ende juli war ich recht aktiv mit der kamera - nicht immer unterwegs, doch immerhin viel draussen. wenn ich bei den letzten rund dreitausend aufnahmen eines verstanden habe, dann dass licht der schluessel zum guten bild ist. gelesen hatte ich das ja schon vorher, aber so deutlich, wie in den letzten zwei wochen, war mir das zuvor nicht aufgefallen.

ohne licht gibt es nur blasse farben, klar - da kann man dann vielleicht noch was retten, wenn man auf graustufen schaltet - aber viel wichtiger noch, ohne licht gibt es keinen schatten. schatten macht, dass ein bild plastisch wirkt. licht und schatten erweitern das zweidimensionale bild um die dritte dimension. bilder bei schlechtem licht fuehlen sich stumpf und hohl an.

daher hat es mir heute auch weit mehr spass gemacht, die zweihundert bilder vom haus gegenueber zu bearbyten, als die beinahe tausend bilder von der juengsten animagic. mit letzteren bin ich noch lange nicht fertig - ich schiebe sie vielmehr vor mir her und grueble schon, wie ich mir zum naechsten mal meine eigene sonne mitbringen kann. vielleicht traegt mir ja jemand ein blitzlicht?

das naechtse nrw meetup und die fotokina stehen auch schon vor der tuer - hoffentlich gibt es da vernuenftiges licht. ^^

Faulbaer (hach was bin ich wieder aufgeregt ...)

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[ 2008.08.10, 17:48 :: thema: /german/fotografie :: link zum artikel :: 0 Comments ]

liebesparade dortmund - highway to love

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gestern ging es schon um halb zehn los nach dortmund zur loveparade zweitausendacht. sascha hatte sich zeitig akreditiert und somit konnte ich als sein begleiter ebenfalls noch akreditiert werden. gemeinsam mit derpeter und carina machten wir noch halt beim aldi und schon ging es los.

leider liess mich mein tomtom fuer die hinfahrt im stich. doch wir verfuhren uns nur einmal und in dortmund wies uns saschas schwarzbeere den weg. unterwegs hatten wir bereits eine kolonne von vielleicht zehn rasenden transportern der polizei ueberholt - niemand hielt uns an. ^^

auf dem parkplatz war schon ordentlich musik am start. dank presseausweis konnten wir preiswert parken. das wetter war allerdings nicht sehr vielversprechend. das iphone sagte allerdings waerme bei regen voraus. so kam es dann ja auch ...

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es brauchte etwa anderthalb stunden, bis wir akreditiert waren. vor unseren augen wurde noch das presse-counter schld aufgehaengt. durch denen fruehen aufbruch sicherten wir uns einen platz im vorderen viertel und als wir dann endlich im zelt waren, ging es auch ordentlich schnell. das war dann auch das letzte mal fuer acht stunden, dass ich base oder internet hatte. base hat da tendenziell eher versagt - allerdings skaliert gsm bei ueber einer million menschen nicht mehr wirklich. genaugenommen ging nichts so schlecht wie telefonieren.

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nun ging es erstmal wieder zum parkplatz, wo wir neu packten und uns umzogen. danach teilten wir uns auf. sascha und ich erkundeten den presse-bereich und carina und derpeter schauten sich fuer zwei stunden auf der liebesparade um. kaum im pressezentrum eingetroffen, gab es einen ersten grossen wolkenbruch - ausser der presse wurde wohl fast jeder schonmal getauft.

vom presse-center trieb es uns in die menge zu den wagen. ausserdem gab es eine bruecke fuer fotografen und kamerateams. hier standen auch bereitschaftspolizei und zivilfahnder herum. oropax war schon fuenfzig meter vor den 'floats' noetig, auch wenn carina spaeter behauptete, die dortmunder loveparade sei leiser als die berliner gewesen sei.

bei den wagen wollte eigentlich jeder fotografiert werden. jeder zweite fotografierte wollte das bild nochmal pruefen (im sonnenschein auf weniger als drei zoll diagonale?) und jeder dritte dachte noch daran, mich um eine visitenkarte zu bitten. ich bin jetzt auch fast alle moo-cards los.

auf den wagen ging es entweder richtig heiss her oder es war extrem tote hose, sodass sascha und ich die leute noch zur bewegung animieren mussten, um fotos machen zu koennen. um die wagen herum liefen 'safety-guards' und hielten absperrketten in rot/weiss, die einen zwei meter breiten korridor zwischen wagen und tanzenden sicherstellten. alles ging recht langsam voran, doch um die wagen herum wurde ausgelassen getanzt.

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puenktlich zum zweiten grossen wolkenbruch waren wir auch schon wieder im pressebereich. es gab bretzeln, kuchen, kaffee, wasser und angeblich wlan - da kamen nur fuer mich leider keine bits raus ... hier stellte ich dann auch fest, dass ich meine brille zerbrochen hatte - yay! ich musste also den rest des tages mit der sonnenbrille klarkommen.

danach ging es nochmal raus und wir versuchten uns zu einer der buehnen durchzukaempfen. ueber hundert meter davor mussten wir aufgeben. es war so eng, dass man nicht fotografieren konnte - die stimmung war teilweise ordentlich gereizt - dass musste nicht sein, weshalb wir nochmal zur bruecke gingen und eine neue serie starteten. es war schon dunkler geworden, doch das licht reichte noch aus. auf der bruecke trat ich sascha beim objektivwechsel auf seine kamera, die so, wie sie da lag durchaus mehr wert war, als mein gebrauchtwagen mich anfang des jahres gekostet hatte. ich war sehr froh, dass sie danach noch in ordnung war - *sigh*

nun drohte uns auch ein ordentlicher regenschauer, doch versteckten wir uns einfach unter der bruecke. dort hatte man auch eine schoene perspektive und ich begann bereits meinen naechsten speicherchip. insgesamt habe ich gestern ueber elfhundert aufnahmen gemacht und beim ersten schnellen durchsehen habe ich mir fast zweihundert als wuerdig markiert. ich werde da aber noch einige stunden reinstecken muessen, bis mir das material gut genug gefaellt, um es hochzuladen.

es war an der zeit, uns wieder mit carina und derpeter zu treffen. gsm ging nicht und so vertraute sascha einfach mal auf jabber und sms. der naechste treffpunkt war wieder mein wagen, doch es dauerte eine ganze weile, bis wir alle wieder zusammenfanden. zwischenzeitlich war der vierte grosse wolkenbruch runtergekommen und der himmel war knallblau und nichts deutete mehr darauf hin, dass es ueberhaupt geregnet hatte.

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als wir wieder loszogen hatten wir von unseren parkplatznachbarn noch zwei presseausweise fuer carina und derpeter bekommen, mit denen wir nun zusammen ins pressezentrum schlenderten, um dort den abend ausklingen zu lassen. es gab ordentliche lichtspiele auf der defekten projektion der grossbuehne zu bestaunen, wozu es nochmal erfrischungen und futter gab. danach gaben wir uns die party in der haupthalle, wo ich gleich einen schoenen party-foto-trick lernen konnte, der meine kuenftigen veranstaltungsfotos weniger verrauscht machen wird. diesmal waren schon ein paar coole bilder dabei - keine schlechte ausbeute - aber beim naechsten mal wird es noch besser!

zum abschluss gab es nochmal heftigst lichtspektakel und feuerwerk zu bewundern. da habe ich leider keine wirklich gelungenen aufnahen machen koennen. seit es dunkel geworden war, strengte mich die sonnenbrille zunehmend an. ich wollte heim - feiern war fuer mich so langsam um.

dank ordentlichausgeleuchteter autobahnen kamen wir gut heim. trotz sonnenbrille sah ich noch recht gut. waere das zu anstrengend geworden, haette sascha uebernommen. etwas nach eins waren wir dann in bonn und irgendwann um halb vier war ich im bett. ich hatte ja noch meine brille loeten muessen, die jetzt noch ein wenig verbogener ist als sonst. ^^

nochmals vielen dank an carina, sascha und derpeter fuer diesen spannenden und aeusserst unterhaltsamen tag. stephane habe ich zwar nicht gesehen - aber der hatte sicher auch spass. ^^

Faulbaer (die bilder mache ich hoffentlich diese woche fertig)

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[ 2008.07.20, 23:29 :: thema: /german/fotografie :: link zum artikel :: 0 Comments ]

nrw flickr meetup in der botschaft mitte in duesseldorf

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fein - also wirklich! das war sehr fein. es gab sandwiches, kuchen, deserts und wasman trinken mochte. dazu gepflegten smalltalk bei angenehmer stimmung. ausser sprit hat es nix gekostet - also mich nicht.

flickr hat uns besucht und ein wenig aus dem naehkaestchen geplaudert. zum beispiel, dass es nur einen flickr angestellten fuer flickr deutschland gibt - den kai (alias xerxes2k aka quicksilver). ausserdem, dass ulrike (photostream noch unbekannt) die meetup besuche ausrichtet. (sehr gelungen, wie ich finde)

weil wir alle artig waren, gab es noch pro mitgliedschaften zum abschied. ausserdem wurden jedem, der dazu frueh genug bilder bereitgestellt hatte, eben jene gedruckt und (!) zugeschnitten. jetzt mussichmir nur noch ein paar boegen schwarze pappe holen und schon habe ich ein wenig mehr dekoan den waenden.

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nach dem treffen zog ich mit marlene noch durch duesseldorf. dabei hatte ich zeit undlust noch ein paar fotos zumachen. auf dem rueckweg ging es noch zu ikea und ich hatte gelegenheit, meinen vorrat an batterien und lampen aufzufrischen. weil wirja bereits in der gegend waren, zeigte ich marlene noch die firma und lud sie auf ein frisches koelsch in dirks pub ein, von dem sie sich unangemessen begeistert zeigte.

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da meine begleitung noch fussball schauen wollte, setzte ich sie vor ihrem domizil ab und trollte mich. daheim lud ich die frischen batterien in die fernbedienung meines super-micro und haste-nicht-gesehen, er fliegt! anfangs hatte ich ja mehr stress damit, doch seit ich meinen neuen in truemmer geflogen habe, kann ich den kleinen jetzt schon ein paar sekunden schweben lassen. es ist also noch nicht alle hoffnung verloren.

zuletzt habe ich noch ein paar bilder hochgeladen - jetzt moechte ich mir noch ein wenig bewegtbild geben und dann ists auch schon zeit ... ^^

Faulbaer (ausserdem war ich hier live dabei!)

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[ 2008.06.08, 00:01 :: thema: /german/fotografie :: link zum artikel :: 0 Comments ]

alles alltaeglich

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nachdem ich gestern einfach wie ein stein gepennt habe, wachte ich heute morgen entsprechend frueh auf. um neun war ich auch schon in der stadt und erkundigte mich zuerst nach meiner kameratasche und danach nach meinem crosstrainer folterwerkzeug. fuer die kameratasche sollte ich mich bis zum nachmittag gedulden, der crosstrainer koennte noch sieben werktage auf sich warten lassen - einen anruf vomspediteur gebe es allerdings sowieso erst, nachdem das geraet montiert sei. hmpf!

am morgen war es noch ziemlich diesig und ich begab mich also erstmal zu meinem traditionellen smastagsbeginn, dem fruehstueck bei den bagel brothers. diesmal gab es lucky bagel und thuna salad - von wegen fdh!

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als naechstes zog es mich zum brunnen zwischen uni und poppschloss am hauptbahnhof. da schoss ich ein paar bilder mit unterschiedlichen belichtungszeiten und beobachtete einen fotografen, wie er den brunnen beobachtete. er entschied sich dagegen, ein bild zu machen. fuer diese entsheidung hatte er sich vielleicht fuenf oder zehn minuten zeit genommen, waehrend der er in seiner position verharrend den brunnen beobachtet hatte. wenn das mit der fotografie nichts wird, koennte er prima strassenkuenstler werden ...

ich mahte ein paar bilder mit dem brunnen und der uni und mitdem brunnen und dem poppschloss, dann begab ich mich auf den weg zum hofgarten. ich hatte noch ein paar stunden rumzubringen ...

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im hofgarten fotografierte ich eine taube, ein paar voegel, ein paar hunde, ein paar menschen, blumen und gebaeude. dann zog ich weiter zum marktplatz, wo ich wieder tauben und menschen fotografierte.

dabei wurde ich auch endlich mal wieder von einem zeugen jehovas angesprochen - er hatte einen kleinen jungen dabei und wollte mir so ein heftchen andrehen. andere kirchen druecken einem ja schonmal bibeln in die hand, aber das koennen sich die zeugen wohl nicht leisten. die unterhaltung war ganz nett. er erzaehltemir, die zeugen seien nicht so schlimm, wie manche behaupteten, man koenne die zeugen naemlich sehr wohl verlassen - bei groben verstoessen gegen die gesetze der zeugen, werde man gar ausgeschlossen. als er mir gott mit dem spruch 'gott laesst die sonne auf seine dunklen wie seine hellen schafe scheinen' als unparteiisch verkaufen wollte,musste ich allerdings einwerfen, dass sich das in der bibel anders las und, dass er nur deswegen die sonne auf alle scheinen lasse, weil ers nicht besser hinkriegt. der zeuge meinte darauf, dass gott ja mal die sonne nur auf die israeliten hatte scheinen lassen, um die aegypter zu warnen. darauf meinte ich,dass das wenig unparteilich wirke und gegenueber glaeubigen aegyptern auch nicht besonders nett sei. er erzaehlte mir noch von den zehn geboten und nachdem ich ihm auseinandergesetzt hatte, woher die meiner ansicht nach stammten und wo man den alten rauschebart hinzugefuegt hatte, identifizierte er mich schliesslich als agnostiker, bedankte sich und zog dahin.

es ist erheblich angenehmer, agnostiker zu sein, als atheist oder glaeubiger. den stress, gott zu belegen oder widerlegen, muss ich einfach nicht haben. auch ist es viel einfacher, nicht an gott zu glauben, wenn einem der gott unsinn zutiefst gleichgueltig ist. institutionalisierte religion (aka kirchen), fundamentalisten und fanatiker gehen mir allerdings erheblich auf den sack und schaffen es oefters mal, mich richtig zu veraergern. sei es nun durch selbsmord attentate oder durch die lehre der schoepfungstheorie im gegensatz zur evolutionstheorie.

vom hofgarten ging es nun zum friedensplatz, wo ich schoene maedchen knipste und ansonsten darauf wartete, dass mein speichermedium auf meine batterie festplatte kopiert wurde. von dort ging ich zum muensterplatz, wobei ich kurz am brunnen vor dem stadttor hielt, um noch ein wenig bewegtes wasser und ein paar blueten zu fotografieren.

auf dem muensterplatz war einiges los - viele staende, alles irgendwie im zeichen der umwelt und der natur. ich hoffte auf den wasserwagen der stadtwerke bonn und wurde belohnt. dabei erfuhr ich, dass das bonner wasser nicht von der steinbach talsperre stammt, sondern von der wahnbachtalsperre oder so. ausserdem habe ich zum ersten mal jungen lachs gesehen - die jungen lachse schwammen in diesiger ploerre in einem aquariumumher ... extrem unspektakulaer. junge lachse sind eher silbern als rot-orange. ;-)

nun ging es wieder zum marktplatz und von dort zur oper, wo ich mich ein wenig hinlegte, nachdem ich ein motorrad abgelichtet hatte. langsam schoben sich auch die grauen wolken aus dem bild und ich sonnte mich fuer ein weilchen. als es zeit war, meine tasche abzuholen, schoss ich noch ein paar bilder von der entkernten beueler bruecke und machte mich wieder auf den weg zum marktplatz. dort wurde ich dann enttaeuscht, denn es gab weder meine tasche, noch ein einfaches stativ zum abholen. *grummel*

jetzt sitze ich wieder daheim und habe wenig lust, mich um katzenklo oder wii fit zu kuemmern. schwimmen kann ich auch nicht, weil heute und morgen eine veranstaltung in meinem bad stattfinden.

Faulbaer (ich lege mich ne stunde hin, dann mache ich ne stunde fit)

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[ 2008.04.26, 17:20 :: thema: /german/fotografie :: link zum artikel :: 0 Comments ]

drittes nrw flickr meetup im landschaftspark duisburg-nord

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na das hat ja mal wieder enorm spass gemacht. am samstag fuhren wir am fruehen nachmittag nach duisburg, um die seelen alter industrieanlagen mit unseren kameras einzufangen. diesmal waren wir trotz des grauen wetters immerhin zu fuenfzehn flickerern unterwegs. fuenf neue gesichter ersetzen jene, die es nicht geschafft hatten.

ich habe etwa fuenfhundertfuenfzig bilder gemacht, derer mir ueber achzig gut genug gefielen, um sie auf flickr zu schieben. etwa die haelfte ist immerhin gut genug zum behalten. ^^

vorher war ich noch den venusberg raufgebraust und hatte dort fotografiert, wo ich als jugendlicher den wald unsicher gemacht hatte. davor ahtte ich bei den gebruedern bagel ein deftiges fruehstueck eingenommen, um mich fuer duisburg zu staerken.

die fahrt nach zum landschaftspark ging mit kleineren verfahrern relativ zuegig.wir verbrachten mit hin- und rueckfahrt insgesamt etwa zwei stunden auf der strasse. ebensolange fotografierten wir und etwa eine stunde verbrachten wir damit, uns bei maessigem essen zu hohen preisen zu unterhalten.

ich moechte unbedingt nochmal bei besserem wetter dahin. zwei stunden reichen mir einfach nicht, um auch nur eines der riesigen gebaeude hinreichend abzulichten. ausserdem war daslicht ueberwiegend unbrauchbar - hier und da lugte mal ein klein wenig die sonne raus, doch das genuegte nichtmal, um die blende zu wechseln oder die belichtungszeit zu verringern.

unterm strich hat mir der samstag sehr gut gefallen. ich finde, es koennten ruhig mehr maedchen mitkommen - fotografie ist ja nun endlich mal kein hobby, das ueberwiegend maennern spass macht. ^^

Faulbaer (oder etwa doch?)

( )
[ 2008.04.20, 20:24 :: thema: /german/fotografie :: link zum artikel :: 0 Comments ]
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