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2007.02.16, 10:55

erlebnisreisen im zeichen des faulbaeren

passt ja wieder alles prima zusammen, der online-fahrplan hat weder ahnung von der reisezeit, noch vom tatsaechlichen fahrplan der linie sechshundertsiebzig, die mich von bonn zum koeln-bonner flughafen brachte.

mein flug geht zwar richtig, doch gehen die meisten schalter hier davon aus, er gehe zwanzig minuten eher. immerhin stimmen die anzeigetafeln.

check-in war erstaunlich einfach. aus welchem grund auch immer, ich wurde weder nach fluessigsprengstoffen gefragt, noch wurden meine schuhe nach zeitbomben durchsucht. vermutlich hatte grade keiner zeit, doch waere ich einer dieser feucht-terroristen oder schuhe anzuender, fiele mein flugzeug gleich als laecherliches haeufchen asche vom himmel - muaharharharhar!

wieso ich meinen macbook pro siebzehn zoll notebook aus dem formschoenen lederbaggerl nehmen musste, kann ich nicht sagen. vermutlich neugierde oder gar neid. ^^

im boardingbereich gibt es zeitungen, menschen und jede menge marketing-snobs. fies sind die. man sieht so richtig raus, wer da mehr seelen ueber sap-lizenzen, ueber oracle-lizenzen oder (am schlimmsten) ueber windows terminal server lizenzen faengt.

nett sind die paerchen mit flugangst, die sich aneinander draengen. auf der gangway ist alles voller phobie-bezogener sixt-werbung - gemein ^^

... (flug)

so - flug war nett, startwetter war prima, hamburg liegt natuerlich extrem im dunst und kalt ist es auch. es gibt um unseren zielpunkt mehr friseure als cafes.

... (arbyte)

das war wohl sicher eines der ergebnisreichsten und sinnvollsten meetings, die ich in den letzten jahren erleben durfte. mehr zum thema arbyte gibt's aber nicht zu lesen. ich hoffe daheim hatten alle zeit, ihre kater auszufuehren.

... (rueckweg)

so - jetzt bin ich wieder im flieger. diesmal habe ich auch meinen kleinen grossen schatz aufgemacht, den ich auf dem hinflug nicht unter den vordersitz positioniert hatte.

fliegen ist schoen. vor allem nachts. ich glaube, muesste ich nur ganz kurz wohin - ich wuerde trotzdem versuchen meinen rueckflug in die dunkelheit zu verlegen. ich bin immer ganz geruehrt, wenn ich ueber den lichtern eine (gross)stadt 'schwebe'.

ansonsten wundere ich mich nachhaltig, wie wenig aufgeregt ich bin. ich fuehle mich (und ich bin nicht oft geflogen) immer ganz laessig und entspannt, wenn mich mein macbook nicht so fies in den sitz druecken wuerde, waere es noch besser.

ich vermute es liegt in einigen einsichten begruendet:

- ich kann dem kapitaen nicht helfen, wen etwas schiefgeht
- niemand erwartet von mir, dass das flugzeug startet und landet und, dass alles gut geht
- wenn etwas schiefgeht ist die wahrscheinlichkeit, dass ich mich danach darueber aufregen kann so gering, dass ich mir aufregung vorher ebenso schenken kann
- wenn mir fliegen nicht gefiele, koennte ich alternativen in anspruch nehmen, die weit unangenehmer sind

so - jetzt kann ich eine halbe stunde invader zim schauen und danach gehts im bus wieder heim. schlimmer uebrigens, als irgendwo die zeiten zu verwechseln ist, wenn das gate umgebucht wird und man zwanzig gates weiter muss. nur so zur erinnerung fuer andere wenigflieger - hinter jedem dieser toerchen wartet eines dieser ordentlich grossen flugzeuge - der weg von gate zu gate gestaltet sich daher hinreichend strapazieos in schickem ungemuetlichem schuhwerk.

Faulbaer (so - nun zim - oder das arabische countdown-flsh starten? oder pr0n?)

ergaenzungen:
- die sicherheitsgeschichten im flieger sind ja auch eher fuer die nerven, als ernst gemeint
- der bus nach bonn hat eine voellig andere hin- als rueckroute, was mich zu einem fiesen heimweg zwang
- fliegen mit aufgeklapptem macbook erfordert eine dieat

 
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