Faulbaer's Schlafmulde :: german :: freundschaft :: in treue haende ...
2005.07.16, 12:52

in treue haende ...

gestern war ich trauzeuge (standesamtlich) fuer meinen lieben freund vitali. ich fuehlte mich gleichermassen geehrt und beruehrt, als er mich fragte, ob ich ihn als trauzeuge begleiten moege. natuerlich gab es viel zu beachten und tausende moeglichkeiten die veranstaktung zu verpeilen. als langjaehriger geek und teilzeitnerd habe ich zwar viele der unsinnigen und unintuitiven braeuche der irl-wesen erlenrt und verinnerlicht, doch sind mir manche gepflogenheiten weiterhin voellig fremd und die fettnaepfchen, in die ich haette treten koennen, waren zahlreich und riesig :-)

nach der veranstaltung kann ich sagen, dass ich die sache recht gut gemeistert habe *schulterklopf*, weil mir gaeste und brautpaar dies attestierten - juhuu!

ich habe nur ein paar kleinigkeiten nicht ganz richtig gemacht. so hatte ich kein geschenk, was in ordnung war, keine rede, was ok war, mich aber selbst irgendwie frackig mache, weil ich das vergessen hatte, ich tanzte nicht und ich entfuehrte den braeutigam zweimal fuer insgesamt ueber anderthalb stunden, was lange gesichter produzierte.

naja ... bei der naechsten hochzeit dann hoffetlich fehlerlos. rede und geschenke finden sich zur silbernen hochzeit, wenn mir das paar als gemeinschaft besser ein gepraegt ist und klarer ist, was das richtige sein wird. tanzen sollte ich bis dahin auch gelernt haben, denke ich.

die feier war toll ... also richtig toll! die trauung selbst war nicht zu amtlichh und nicht zu buerokratisch und wurde von der huebschen beamtin sehr ansprechend und liebevoll umgesetzt. da es sich um eine doppelhochzeit handelte, hatte diese einiges zu tun. nachdem man sich ueblichen fotos gegeben hatte, die professionelle fotografin arbeitete mit eine teuren canon digital kamera, gab es noch sekt, apfelsaft und wasser vor dem koelner rathhaus. die jungen leute trollten sich fuer eine weile in die flora, um videoaufnahmen und weitere fotos zu machen. anschliessend ging es in eine gaststaette, die zu diesem zweck zur haelfte angemietet worden war. es gab gediichte und tringsprueche fuer beide brautpaare und nach jedem wurde "bitter, bitter" auf russisch gebruellt und die paare mussten sich waerend des gelaermes kuessen, bis die bitterkeit durch den kuss versuesst worden war. (ein guter grund, nicht russisch zu heiraten ;-) natuerlich war es der vodka, der die bitterkeit hervorgerufen hatte. vitali hatte in der ersten stunde der feier bereits eine viertel flasche vodka verppasst bekommen, wonach er mich bat, das glas nicht mehr bis zum rand zu fuellen - hmkay. als sich der abend neigte, wurde noch auf der harmonika gespielt, (laut) gesungen und getanzt. zur freude aller gaeste gab es durch die doppelhochzeit auch zwei torten anzuschneiden, die beide fabelhaft schmeckten, aber jeden diabethiker augenblicklich vom anschauen in jenseits befoerdert haetten.

mir fielllen vor allem die ungeheuern huebschen und interessanten, attraktiven frauuen auf, die offenbar ueberall dort voellig selbstverstaendlich zu sein scheinen, wo russisch gesprochen wird. ich hatte einen angeregten plausch mit einer promovierenden jungen muenchner aerztin, von der ich mich in keiner hinsich haette lange bitten lassen.

als die laetzten gaeste heimwankten, oder heimgefahren wuden, packten wir noch alles zusammen und ich fuhr das mir anvertrauete brautpaar nach hause. dort wurde mir noch ein straeusschen angeheftet mit der order versehen, innerhalb der naechsten zwoelf monate zu heiraten. da scheinen eheleuute mit mac-nutzern vergleichbar zu sein ... nicht nur, dass sie es selbst tun, sie wollen auch, dass alle anderen es tun ;-)

nach einem langen abschied fuhr ich dann mit torte und grillfleich heim, wobei ich meinen wagen auf einer voellig leeeren autobahn voll ausfahren konnte :-D

Faulbaer (soso ... also innerhalb der naechsten zwoelf monate, wie?)

* randbemerkung eins: wenn ich mal gross bin, will ich den audi a 6 meines vaters kaufen
* randbemerkung zwei: heissbluetige russische frauen sind auch mit vierzig noch unheimlich attraktiv und schoen anzuschauen

 
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