Faulbaer's Schlafmulde :: german :: macosx :: von mac os x nach linux oder windows wechseln? [update]
2006.06.20, 16:38

von mac os x nach linux oder windows wechseln? [update]

als begeisterter leser des daring fireball nehme ich gezwungener massen augenblicklich eine deutlich zu umfangreich gefuehrte diskussion ueber den 'switch' von mac os x nach ubuntu wahr.

das macht, ausser jetzt vielleicht aus hochmoralischen gruenden, echt mal keinen sinn mehr.und zwar ...

* weil man ja prima mac os x, linux und windows parallel(s) laufen lassen kann und da haette ich doch lieber ein mac os x zur basis, als ein aktuelles windows oder so ein hobbyisten-betriebssystem
* weil der mac ja jetzt auch immer mehr auf intel laeuft und wenn ich schon nen intel haben will, dann doch einen von einem hersteller, mit dessen hardware ich seit jahren zufrieden bin, oder?
* weil es nichtmal sinn macht, von mac os x ueberhauot irgendwohin umzustellen, da man die notwendigen programme der alternativsysteme ja wahlweise in einer nativen portierung (office:mac) oder in unter x11 ebenso gut benutzen kann, wie auf dem alternativen betriebssystem. gimp und kde und gnome und dia und openoffice und all das geraffel kann ich ja ebenso unbequem unter mac os x im gewuenschten window-manager laufen lassen - genauso eklig (!)

meiner bescheidenen ansicht nach sind leute, die von der mac-plattform wieder weg wollen, maessig informierte aufschneider und/oder idealisten ohne bodenhaftung.

sicherlich werden die meisten ihre kurzsichtigkeit zuegig bereuen, da linux weiterhin die bekannten entbehrungen mit sich bringt. linux und auch ubuntu sind heute zwar weniger unkomfortabel, als frueher, doch wird ein versierter mac-nutzer vor allem das zusammenspiel und die tiefe integration der ueblichen applikationen, die auf dem cocoa-framework aufsetzen, schmerzlich vermissen.

mit mac os x habe ich drag&drop sowie copy&paste erstmals wirklich kennengelernt. windows-nutzer kennen davon nur leise reflektionen in ihrem system und linux-nutzer wissen meist nichtmal, was damit gemeint ist.

ich schau mir die aktuellen ubuntu-releases regelmaessig an und ebenso habe ich meinen kontakt zur windows-welt nicht gaenzlich verloren.

trotz all seinen schwaechen ist mac os x noch immer am komfortabelsten und macht mich produktiver, als ich auf anderen plattformen sein koennte.

natuerlich kann es jeder halten, wie er will - wo der eine gerne mit dem wagen faehrt, nehmen andere aus verschiedenen gruenden gerne bekannten nachteile des oeffentlichen nahverkehrs in kauf.

das ist gut, richtig und wichtig, denn mac os x profitiert von den entwicklungen der open source gemeinde und gibt ja zum teil auch inspiration und entwicklung zurueck. je unterschiedlicher die basis und je facettenreicher die betreibssystemslandschaft, desto mehr menschen kommen schliesslich in den genuss aller vorteile, die aus allen parallelen entwicklungen hervorgehen.

Faulbaer (und solange alles auf meinem macbook laeuft ...)

[update]

beim urspruenglichen artikel hatte ich keine links beigefuegt und das wollte ich noch nachholen:
* when the bough breaks (diveintomark.org)
* and oranges (daringfireball.net)
* juggling oranges (diveintomark.org)
* time to switch? (www.tbray.org)
* why apple won’t open source its apps (daringfireball.net)
* you can even run windows software (apple.com)

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